Kreuzkümmel – Nutzung, Wirkung & Nebenwirkungen

Kreuzkümmel Blüte

Kreuzkümmel ( Cuminumcyminium ) Blüte

Kreuzkümmel (Cuminumcyminium) wird umgangssprachlich auch als Römischer Kümmel, Mutterkümmel, Weißer Kümmel oder Welscher Kümmel bezeichnet. Auch der Name Cumin oder Kumin ist durchaus gebräuchlich und zeigt bereits am Namen die ätherischen Öle, welche die entscheidenden Inhaltsstoffe darstellen.

Kreuzkümmel gehört zur Familie der Doldenblütler, was ihn dem „normalen“ Kümmel näher erscheinen lässt, jedoch gehören beide Pflanzen verschiedenen Gattungen an.

 

Wo findet man Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel kann man im heimischen Garten selbst aussäen. Da es sich um einjährige Pflanzen handelt, kann man die Früchte, oder Teile davon, für die Aussaat im nächsten Jahr nutzen.

Die Pflanze ist sehr feingliederig und liebt die Wärme. In sehr warmen Gegenden kann man das Saatgut Ende Mai aussäen. Da die meisten Gegenden Deutschlands aber nicht die erforderliche Temperatur bieten, kann es notwendig sein, den Kreuzkümmel bereits im Winter vorzukeimen.

Kreuzkümmel aus dem Gewürzregal eignet sich nicht zur Aussaat. Oftmals sind die Gewürze behandelt, die ein Auskeimen verhindert. Im Fachhandel ist aussaatfähiger Kreuzkümmel aber ohne Probleme erhältlich.

Im Sommer blüht dann der Kreuzkümmel, um dann, zum Sommerende hin, nach der Blüte, die Samenfrüchte auszubilden. Sie sind ähnlich der des Kümmels. Der Name „Kreuzkümmel“ ist von der Stellung der Blätter hergeleitet.

 

Wofür kann Kreuzkümmel genutzt werden?

Kreuzkümmel findet sowohl beim Würzen von Speisen, als auch als Heilmittel bei mancherlei Beschwerden Verwendung. Da der Geschmack von Kreuzkümmel sehr speziell ist, sollte, zumindest anfänglich, äußerst sparsam mit diesem Gewürz umgegangen werden.

Aufgrund seines intensiven Geruchs dient der Kreuzkümmel auch in kleinen Leinenbeuteln, oder als Bündel, der Geruchsverbesserung in kleinen Räumen oder Schränken.

 

Kreuzkümmel in der Küche

Wie erwähnt hat der Kreuzkümmel einen sehr eigenen Geschmack und ein sehr starkes Aroma. Aus diesem Grund passt Kreuzkümmel hervorragend als Grillgewürz oder als Gewürz bei orientalischen Speisen. Auch in Gemüsetöpfen gibt der Kreuzkümmel, sparsam eingesetzt, dem Gericht das entscheidende Etwas.

Die Intensität erhöht man, indem man die Samen, kurz vor dem Gebrauch in einer Pfanne leicht anröstet und danach im Mörser zerkleinert.

Grund für das intensive Aroma ist das ätherische Öl „Cummin“.

Da es sich beim Kreuzkümmel um ein sehr „spezielles“ Gewürz handelt, kann man mit einer kleinen Beigabe, fast jedem Gericht eine besondere Note geben.

 

Kreuzkümmel in der Heilkunde

Kreuzkümmel findet auch in der Heilkunde Anwendung. Aufgrund der allgemeinen Entwicklung, hin zur Ganzheitlichkeit, werden alte Hausmittel immer öfter zur Schulmedizin hinzugezogen.

Das ätherische Öl „Cummin“, oder korrekt „Cumminal / P-Isopropylbenzaldehyd“, wirkt wohltuend und beruhigend auf den Magen,- Darmbereich. Kreuzkümmel ist also ein Hausmittel, gegen Blähungen, Völlegefühl oder Bauchweh.

Verabreicht als Tee oder als Wicklung oder Einreibung, kann Kreuzkümmel den Gang zum Arzt überflüssig machen.

 

Kreuzkümmel Samen

Kreuzkümmel Samen

 

Womit ist Kreuzkümmel vergleichbar?

Auch wenn die Namensähnlichkeit eine geschmackliche „Austauschbarkeit“ mit normalem Kümmel vermuten lässt, liegt man mit dieser Annahme aber komplett falsch. Kümmel und Kreuzkümmel schmecken (und riechen) vollkommen anders.

Kreuzkümmel ist schwer gegen andere Gewürze auszutauschen. Möchte man ein Gericht kochen, bei dem Kreuzkümmel im Rezept steht, sollte man es möglicherweise lieber weglassen, als durch ein anderes Gewürz ersetzen, wenn man ihn nicht vorrätig hat.

Am ehesten lässt sich Kreuzkümmel mit Curry vergleichen. Dies hat den einfachen Grund, dass viele Currysorten oft als Basis von Cummin aufgebaut sind. Da es sich bei Curry aber um eine Gewürzmischung handelt, die eine Speise eher „indisch“ schmecken lässt, als orientalisch, sollte man sich genau überlegen, ob man in diese Geschmacksrichtung gehen möchte.

Fazit: Kreuzkümmel ist sehr speziell im Geschmack und lässt sich schlecht gleichwertig ersetzen.

 

Wirkungen und Nebenwirkungen von Kreuzkümmel

Neben den ätherischen Ölen hat Kreuzkümmel weitere Inhaltsstoffe, wie die Mineralstoffe Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink, sowie die Vitamine A, B, C und E. Außerdem sorgen Flavonoide dafür, dass sich Kreuzkümmel positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt.

Kreuzkümmel dient als Diätunterstützendes Mittel, senkt den Cholesterinwert genauso, wie den Blutzuckerwert.

Die positiven Eigenschaften von Kreuzkümmel stärken das Immunsystem und wirken sich, durch die Entzündungshemmenden Eigenschaften, positiv auf das Verdauungssystem aus.

Vorsicht hingegen ist geboten, wenn eine Diabetes-Erkrankung bekannt ist oder man unter Asthma leidet.

In beiden Fällen ist mit dem Kreuzkümmel äußerst vorsichtig umzugehen. Durch die Senkung der Blutzuckerwerte kann es zu Schwankungen in den Blutwerten kommen und beeinträchtigt somit das Blutzuckergleichgewicht.

Im Falle von Asthma führt Kreuzkümmel zu Reizungen der Schleimhäute. Was gut für die Verdauung ist, sorgt gleichzeitig zu Problemen mit der Atmung.

Fazit: Bei aller Euphorie der heilsamen Wirkung von Kreuzkümmel gegenüber, soll hier an dieser Stelle trotzdem nochmals appelliert werden und darauf hingewiesen, dass Kreuzkümmel kein Ersatz für Medikamente ist. Kreuzkümmel kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken, sollte im Zweifelsfall aber nur dann angewendet werden, wenn man sich der Verträglichkeit bewusst ist oder aber nach Absprache mit dem Hausarzt. Wird die Verwendung von Kreuzkümmel vom Arzt begleitet oder überwacht, muss man, auch im Falle von Diabetes oder Asthma, nicht auf das Gewürz Kreuzkümmel verzichten.

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